Armer Alter Schorsch 2001


Nach Molières „George Dandin“, der betrogene Ehemann

Ein vermögender Großbauer versucht, sein wenig ausgeprägtes Selbstbewusstsein zu stärken und heiratet eine jugendliche Baroness, um es allen anderen zu zeigen; er kompensiert damit seine Schwächen.


Seine lebenshungrige Frau, von frivoler Koketterie, hintergeht ihren tölpelhaften Gatten mit einem jungen adligen Filou.

Gegen ihre Raffinesse hat der „arme alte Schorsch“ nur untaugliche Mittel, er erweist sich regelmäßig als verzweifelt-notorischer Unglücksrabe. Darüber hinaus aber ist er wacker und rechtschaffen, für sein – selbstverschuldetes – Unglück erregt er sogar Mitleid.

Der Schwiegervater, ein verknöcherter, dünkelhafter, rückständiger, gleichzeitig traditionsbewusster Baron hat es zusammen mit seiner noch dünkelhafteren Baronin nur auf das Geld des Bauern abgesehen. Sie kränken den Schwiegersohn wegen seiner niedrigen Herkunft bei jeder Gelegenheit, lassen sich aber ihre vermeintliche Hilfsbereitschaft jeweils „fürstlich vergüten“!

Der betrogenen Bauer versucht immer wieder, die Treulosigkeit seiner Angetrauten den Schwiegereltern vor Augen zu führen, scheitert aber ständig an der Schläue seiner Frau und deren Zofe.

Die Zofe erweist sich dabei als durchtriebenes Rabenaas, das auf Gedeih und Verderb auf ihre Herrin eingeschworen ist. Selbst ein todsicheres „In flagranti“ in Anwesenheit der Eltern wird noch „umgebogen“, durch einen vorgetäuschten Selbstmordversuch wird der Bauer einmal mehr beschuldigt und muss auf Knien um Verzeihung bitten.

Und das Ende der letztlich völlig verfahrenen Situation? Es darf natürlich hier nicht verraten werden – man darf sich aber wirklich darauf freuen!

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